Ein toller Platz zum Picknicken: Der Karpfenteich im Treptower Park

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Unweit des berühmten Sowjetischen Ehrenmals befindet sich ein zauberhaftes Gewässer namens Karpfenteich. Im Rahmen der Parkgestaltung des Treptower Parks legte der Berliner Garten- und Landschaftsarchitekt Gustav Meyer (1916-1877) Ende des 19. Jahrhunderts den kleinen Karpfenteich an. Im Jahr 1907 wurde eine Statue mit dem schönen Namen „Meeresgrund“ von Otto Petri (1860-1942) an einer Einbuchtung drapiert. Die Plastik besteht aus wunderschönen Muschelkalksteinen und ist bis heute am Karpfenteich mitten im Treptower Park zu bewundern.

Im kalten Berliner Winter 2009/ 2010 gingen witterungsbedingt zahlreiche im Karpfenteich lebende Fische ein. Seit Frühsommer 2010 fanden glücklicherweise junge Hechte und Schleien im Karpfenteich ein schönes Plätzchen zum Verweilen.

Der Gartenarchitekt Gustav Meyer legte neben dem Treptower Park und dem sich darin befindenden Karpfenteich auch den Volkspark Humboldthain, den Volkspark Friedrichshain, den Kleinen Tiergarten sowie das Späth-Arboretum in Baumschulenweg an. Beim Späth-Arboretum im im Bezirk Treptow-Köpenick handelt es sich um einen botanischen Garten für Gehölze, der eine beeindruckende Geschichte zu erzählen hat. Hier können Sie diese Legende nachlesen.

Gustav Meyer absolvierte eine Ausbildung zum Gärtner im Alten Botanischen Garten. Im Anschluss verfeinerte er sein Handwerk über drei Jahre an der Königlichen Gärtnerlehranstalt am Wildpark in der Nähe von Potsdam. Außerdem lehrte der begabte Garten- und Landschaftsarchitekt unter anderem im Bereich Plan- und Landschaftszeichnen. Gustav Meyer arbeitete viel mit dem preußischen Gartenkünstler Peter Joseph Lenné (1789-1866) zusammen. Peter Joseph Lenné war der General Gartendirektor der königlich-preußischen Gärten des von 1840 bis 1861 amtierenden Königs von Preußen (Friedrich Wilhelms IV). Auch Gustav Meyer war an der Neugestaltung der Potsdamer Grünanlagen beteiligt. In der Gartenkunstgeschichte ist der Stil der beiden Architekten bekannt als „Lenné-Meyer-Schule“. Im Jahr 1876 wurden die bereits ausgereiften Planungen Gustav Meyers zum Treptower Park in die Tat umgesetzt. Der Treptower Park gilt als eine von vier Berliner Parkanlagen des 19. Jahrhunderts, die bis zum heutigen Tagen fortbestehen.

Der Senat von Berlin verleiht seit nun mehr als 20 Jahren in regelmäßigen Abständen den sogenannten Gustav-Meyer-Preis.  Hier werden alle zwei Jahren besonders ansprechend gestaltete Grün- und Parkanlagen ausgezeichnet.

Der Karpfenteich inmitten des Treptower Parks ist ein gemütlicher, kleiner See, der geradezu einlädt zum Picknicken. Der Karpfenteich gehört zu denjenigen Berliner Plätzen, die sich ganz besonders für romantische Stunden zu zweit eignen. Denn: Noch gehört der Karpfenteich zu einem Alt-Treptower Geheimtipp. Hier können Sie außerdem ein entspanntes Sonnenbad nehmen und die Berliner Hektik vollkommen hinter sich lassen.

Am besten erreichen Sie den Karpfenteich im Treptower Park, wenn Sie sich mit der S8, S9, S46 oder S85 bis zur Station Plänterwald bringen lassen. Von dort aus sind Sie in 10 Minuten Fußweg am idyllischen Karpfenteich, der sich übrigens auch ganz wunderbar eignet für einen Zwischenstopp während einer Radtour.