Das sowjetische Ehrenmal im Treptower Park

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terDas sowjetische Ehrenmal im Treptower Park – Ein Ort des Gedenkens

Das Treptower Ehrenmal, das sich inmitten des Treptower Parks befindet, gehört zu den wohl bekanntesten sowjetischen Denkmälern. Es ist zugleich ein Ort der Erinnerung an den Sieg über das nationalsozialistische Deutschland sowie ein Friedhof für über 7000 sowjetische Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen sind. Die Darstellung des Ehrenmals ist im Stil des sowjetischen Realismus gehalten und verleiht den Themen Leid und Krieg auf eine gnadenlose, geradezu überwältigende Weise ein Gesicht. Das Ehrenmal thematisiert Trauer, Freiheit und Sieg und betont insbesondere den Kampf gegen den Faschismus.

Bereits im Jahr 1947, als große Teile Berlins noch in Schutt und Asche lagen, begannen die Bauarbeiten am sowjetischen Ehrenmal. Nachdem diese vollendet waren, feierten zahlreiche Besucher am 8. Mai 1949 seine Einweihung. Seither findet sich jedes Jahr zu diesem Datum eine nicht unerhebliche Menschenmenge im Treptower Park ein, um sich gemeinsam zu erinnern. Im Jahr 2015 feierte das Kriegsende zudem 70. Geburtstag, weswegen der Andrang hier besonders groß war. Vom unbegreiflichen Leid des Zweiten Weltkrieges ergriffen, erinnern sich jedes Jahr zahlreiche Menschen an das Kriegsende und schmücken die Gräber der gefallenen Soldaten mit Blumen.

In der ehemaligen DDR spielte das sowjetische Ehrenmal eine bedeutende Rolle. Am „Tag der Befreiung“ (8.Mai) sowie am „Tag der Republik“ (7.Oktober) zog es zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in den Treptower Park. Auch in der täglichen Briefpost war das Ehrenmal ein stets präsentes Thema, die damalige Eine-Mark-Briefmarke bildete den Befreier-Soldaten ab. 1985 wurde zur Feier des 40. Jahrestags des Kriegsendes sogar eine Sonderbriefmarke herausgebracht.

Noch heute zieht das sowjetische Ehrenmal, das als das größte in Berlin gilt, mit seiner erstaunlichen Architektur und seiner eindringlichen Darstellung von den zentralen Themen wie Leid und Krieg zahlreiche Besucher an. Der Eintritt ist frei und es gibt keine festen Besuchszeiten, der Gedenkort kann jederzeit besucht werden.